|
Der 14. April 1988 ist der genaue Gründungstag der Morsbacher Herzsportgruppe, die sich einmal wöchentlich in der kleinen Sporthalle trifft. Die ersten Schritte wurden jedoch schon 1986 unternommen – aber das bekannte Sprichwort „Gut Ding hat Weile“ sollte sich auch hier bewahrheiten.
Professor Dr. Karl-Otto Bischoff, ehemaliger Herzspezialist am Waldbröler Kreiskrankenhaus, regte bei Frau Bärbel Peter an, das Thema doch auch in Morsbach ins Gespräch zu bringen. Sie tat es, doch bis alle vereinsmäßigen und sonstigen bürokratischen Hürden genommen waren, vergingen noch zwei Jahre. Am 10. März 1988 fand eine Informationsveranstaltung im „Kurhaus“ mit Prof. Bischoff statt. Die nötigen Voraussetzungen zur Gründung einer Herzsportgruppe waren gegeben: eine geeignete Sportstätte (damals noch der Mehrzweckraum in der Grundschule), eine speziell ausgebildete Übungsleiterin (Bärbel Peter, später zusätzlich noch Monika Schneider), ein Arzt, der seine ständige Anwesenheit während der Übungsstunden zugesagt hatte (Herr Basil Rischmaui) sowie das Vorhandensein einer Notfallausrüstung.
An jenem Apriltag 1988 war es dann soweit: die Gruppe konnte als 12. Abteilung in den SV 02/29 Morsbach aufgenommen werden und machte damit das Dutzend in der Palette des Sportangebotes voll.
Bereits im ersten Jahr nach der Gründung betreuten auch die Ärzte Klaus Peters, Dr. Elmar Bahlmann, später Dr. Hans Henkel und Dr. Karl-Heinz Gottstein sowie als Vertretung Frau Beller-Hannemann in regelmäßigem Wechsel mit Basil Rischmaui die Gruppe. Einmal jährlich wird mit den Ärzten die „Erste Hilfe in Notfallsituationen“ geübt.
Auch den fröhlichen Dingen haben sich die Herzsportler von Anfang an zugewandt: Wassergymnastik, Wandern oder Kegeln stehen auf dem Gemeinschaftsprogramm und sogar ein Kochkurs für Herzpatienten belegte man. Eine Weihnachts- oder Neujahrsfeier runden das Jahresprogramm jeweils ab.
Berichte Das 10-jährige Bestehen feierte die Gruppe 1998 in fröhlicher Runde mit einem kleinen Ausflug, den SV-Vorsitzender Ulrich Schnell – selbst Mitglied der Sportgruppe – bestens vorbereitet und organisiert hatte. Per Bus ging es nach Schladern, weiter per Bahn nach Köln und via Schiff nach Linz. Dort besichtigten die Teilnehmer das mittelalterliche Städtchen. Eine Attraktion an diesem Tag: man konnte 70 Drehorgeln lauschen, die aus ganz Deutschland zu einem Treffen zusammen gekommen waren. Mit dem Schiff ging es dann abends wieder zurück nach Köln, wo man den Abend gesellig beendete.
Zum 20-jährigen Bestehen fuhr die Gruppe zur Veranstaltung „Rhein in Flammen“ mit dem Schiff nach Koblenz. Bei herlichem Sonnenschein bestiegen die Morsbacher in Bonn um 14 Uhr das Motorschiff "Beethoven". Mit Tanzmusik, gutem Essen und Trinken ging es rheinaufwärts. Bei einbrechender Dunkelheit bildeten 70 festlich beleuchtete Schiffe einen Konnvoi, der an angestrahlten Burgen, Schlössern und liebevoll mit Lichtern geschmückten Häusern vorbeiführ. Der Höhepunkt war das halbstündige Schlußfeuerwerk an der bengalisch beleuchteten Festung Ehrenbreitstein. Gegen 3 Uhr erreichten wir wieder Morsbach und mancher wird die unvergeßlichen Bilder über dem Rhein noch lange in Erinnerung behalten.
|